50 Jahre Punkrock in Augsburg.
Manchmal beginnt Kulturgeschichte nicht in Konzertsälen oder Feuilletons, sondern in Kellern, verrauchten Kneipen und auf Tanzflächen, auf denen plötzlich alles anders klingt als noch Augenblicke zuvor.
Für die Juni-Ausgabe der Neue Szene Augsburg habe ich mit Johann Pupeter und Gerhard Seckler über die Anfänge des Punk in Augsburg gesprochen. Über Stalinorgel und Generation N, das Ice, das Slip, das Blue Note und das Bootleg. Über selbstgebaute Strukturen, geliehene Instrumente, Fanzines, Kistenbier und die Überzeugung, dass man nicht warten muss, bis jemand einem die Erlaubnis gibt.
Mit dabei sind auch zwei echte Augsburger Originale: Rudi Schäble, der den Sound der Stadt verändert hat, und Hugo C.C. Dynamite, der bewiesen hat, dass Haltung manchmal schon mit einer Wasserstoffperücke beginnt.
Besonders stark: die vielen großartigen Fotos aus den privaten Archiven von Pulle und General. Echte Momentaufnahmen einer Zeit, in der Punk in Augsburg noch keine Geschichte war, sondern Gegenwart.
Wer wissen will, warum Augsburg plötzlich auf dem Radar von Dee Dee Ramone auftauchte und weshalb internationale Underground-Bands ausgerechnet im Bootleg landeten, wird hier fündig:
